7 Gründe warum du ein Buch schreiben solltest

Schlummert in dir der Wunsch, auch einmal ein Buch zu schreiben? Möchtest du dein Buch ins Regal neben deine Lieblingsautoren stellen. Dein Roman neben Jane Austen, Ernest Hemingway, Andreas Eschbach, Rebecca Gablé und M. W. Fischer? (Haha, kleiner Scherz!)

Dann solltest du es dir ernsthaft überlegen und folgende 7 Punkte bedenken:

1.  Schreiben tut dir gut

Zugegeben, Schreiben ist nicht einfach. Es braucht sehr viel Konzentration und grossen Zeitaufwand. Unlösbare Probleme und widerspenstige Protagonisten machen dir das Leben schwer.

Äh, aber der Titel lautet: Schreiben tut dir gut.

Jaaaa! Schreiben öffnet Regionen in deinem Herzen und deiner Seele, die du bisher nur dem Namen gekannt hast, wenn überhaupt. Schreiben setzt Leidenschaft frei, schüttet Glückshormone aus und lässt dich hoch über den Wolken fliegen. Du kannst alle die Abenteuer erleben, die dir im realen Leben bisher verwehrt geblieben sind. Du kannst Situationen deinen Bedürfnissen anpassen und hinterhältigen Schurken eine reinhauen. Du wirst dich mit deinen Heldinnen freuen und mit deinen Figuren leiden. Du wirst lachend und mitfiebernd schreiben, oder gar mit deinem Protagonisten weinen.

Alles ist möglich. Schreiben tut dir gut, vertraue mir. Es setzt therapeutische Kräfte frei, die dir helfen, dein reales Leben mit anderen Augen zu sehen und selber zu wachsen.

2. Die Figuren werden dich verblüffen

Du setzt dich hin und entwickelst eine Szene nach der anderen. Je nach Typ gehst du dabei mehr ins Detail oder legst dir einfach eine grobe Landkarte zurecht, wo du mit der Geschichte hin willst.

Dann beginnst du zu schreiben. Du entwickelst deine Figuren in der Geschichte, legst ihnen Dialoge in den Mund, lässt sie alle möglichen Dinge tun und auf einmal entdeckst du, dass sie anfangen, eigene Entscheidungen zu treffen und dir davonzurennen.

Das sind Momente, wo du entweder fieberhaft hinterher schreibst, als würdest du einen spannenden Film schauen. Oder du stellst entsetzt fest, dass sie sich dir widersetzen und partout nicht tun wollen, was du für sie vorgesehen hast.

So oder so sind dies Augenblicke, die jeder Autor kennt und nicht missen möchte. Es ist einfach zu faszinierend, was die Figuren plötzlich von sich geben oder welche Geschichten sie sich ausdenken.

In meinem letzten Roman “Wohin der Wind uns trägt” wusste ich, dass Sarah etwas Verrücktes tun sollte, hatte aber in der entsprechenden Szene noch keinen blassen Schimmer, was es sein könnte. Und auf einmal zwingt sie Ashton auf der Van Ness Avenue zwei Spuren zu überqueren und rechts ranzufahren und einen Kuss von ihr zu versteigern. Er weigert sich. Also steigt sie aus, tritt auf die Motorhaube seiner alten Rostlaube und versteigert einen Kuss mit ihm, Ashton, dem angehenden Anwalt aus dem Silicon Valley. Ich lach mich heute noch kaputt, wenn ich daran denke.

3. Lebe deine Träume

Ich habe es bereits erwähnt, im Schreiben kannst du all das erleben, was dir bisher im Leben verwehrt geblieben ist. Du wolltest schon immer mal selber ein Flugzeug fliegen? Schreibe darüber! Lass deine Protagonistin Flugstunden nehmen und ans Ende der Welt fliegen. Bestimmt erlebt sie dabei unglaublich aufregende Geschichten. Sie werden dir zufliegen und du kannst sie alle hautnah miterleben.

Nicht alles, was ein Autor schreibt, entspringt seinen eigenen Wünschen. Oder etwa doch? Ich kann nicht sagen, dass ich jetzt unbedingt berühmt sein wollte. Doch genau das passiert meiner Heldin, Amber Ames, im neusten Roman “Famous in L.A.“.  Sie ist eine schüchterne junge Frau, mit einer phänomenalen Stimme und Bühnenpräsenz, wenn sie sich erst mal traut. Sie hat sich geschworen, nie wieder auf einer Bühne aufzutreten. Dann wird sie von ihrer Freundin ohne ihr Wissen bei einer Castingshow angemeldet und muss sich ihren Ängsten stellen. Gleichzeitig verliebt sie sich in ihren Arbeitskollegen, den Programmierer Chris. Sie lässt ihre Konkurrenz hinter sich und wird ein Star in L.A. Doch die junge Liebe und ihr neues Leben vertragen sich nicht miteinander und sie muss weiterkämpfen.

4. Sei der Gott deiner Welt

Hast du auch schon den Satz gehört oder selber ausgesprochen: “Wie kann Gott das zulassen?” Was wäre, wenn Adam und Eva nicht von der verbotenen Frucht im Garten Eden gegessen hätten? Weshalb wurde diese Vergewaltigung, jener Mord nicht verhindert? Weshalb ist Bernd trotz der Warnschilder in den verbotenen Hang gefahren und von einer Lawine verschüttet worden?

Als Autor bist du der Gott deiner Welt, die du am Erschaffen bist. Du wirst schnell feststellen, dass es gar nicht so einfach ist, Gott zu sein. Du musst dich auch an die von dir festgelegten Natur- und Menschengesetze halten. Selbst wenn du Science Fiction schreibst und auf der Raumstation bloss 0,2 g Schwerkraft herrschen, kannst du in einer bestimmten Szene nicht plötzlich Sprünge wie auf der Erde vollführen.

Aber du kannst jederzeit einen Absatz, eine Szene, ein ganzes Kapitel oder das ganze Buch löschen und neu anfangen und die Fehler ausmerzen, die zu einer unlösbaren Situation geführt haben. Gott sei Dank macht Gott das nicht mit uns. Er lässt den Menschen ihren freien Willen und wer gegen seine Naturgesetze anrennt, stürzt ab, verbrennt sich oder bricht ein Bein.

5. Entdecke deine Leidenschaft

Wie sehr bist zu fähig, zu Lieben, zu Hassen, zu Leiden, Mitleid zu haben oder ein Ziel unbeirrbar zu verfolgen? Damit eine Geschichte funktioniert und lesenswert wird, musst du interessante Figuren erschaffen, die eine bestimmte Aufgabe zu lösen haben. Wenn du im Leben gerne mal einer Entscheidung ausweichst, musst du dich hinsetzen, und für deine Figuren Lösungen suchen, die auch deine Leserinnen begeistern und mitreissen werden. Und ich kann dir aus eigener Erfahrung sagen, die Leser sind nicht doof. Sie entdecken jede Schwachstelle und legen den Finger darauf.

Wofür schlägt dein Herz? Das zeigt sich dann auch darin, worüber du schreibst. Möchtest du Menschen in Harmonie vereint sehen? Faszinieren dich strategische Ränkespiele? Liebst du mittelalterliche Intrigen oder löst du gerne Mordfälle?

Indem du dir viele Gedanken über deine Figuren und das Setting deiner Geschichte machst, gehst du mit offeneren Augen durch die Welt und beobachtest andere Menschen genauer. Sie werden unweigerlich in deine Story einfliessen und die Handlungen deiner Figuren beeinflussen. Und das ist gut so, denn das Leben schreibt die besten Geschichten.

6. Lass die Geschichten in dir frei

Die einen müssen ihre Geschichten erarbeiten, die anderen sprudeln nur so über von Ideen und Storys. So oder so warten die Geschichten in deinem Herzen wie Jagdhunde in einem Zwinger. Öffne die Tür und lass sie frei und schau, wo sie hinrennen. Dann mach dich auf und fange sie ein, zähme sie und erzähle die Geschichte.

7. Werde reich und berühmt

Hand aufs Herz, nur ein paar ganz Wenige werden durch das Schreiben reich und berühmt. Dazu braucht es herausragendes Können – das kann man lernen – aber vor allem Glück und das Geschick, sich selber zu verkaufen.

Es wäre gelogen, wenn ich behaupten würde, ich hätte mit dem Schreiben meiner bisherigen 5 Bücher nicht draufgelegt. Andererseits kenne ich eine Autorin, Jacqueline Vellguth, die Ende 2015 verkündete, sie werde im 2016 zwölf Bücher schreiben und veröffentlichen und nannte es “Projekt 12 in 12”. Das hat sie eisern in die Tat umgesetzt und jeden Monat einen Roman veröffentlicht. Und wurde berühmt dabei. Etwa ab Juni oder Juli landeten ihre Bücher in den Amazon-Charts jeweils unter den Top Ten, teilweise gar auf Platz 1. Und wie sie auf ihrer Seite offen schreibt, kann sie mittlerweile vom Schreiben ihrer Bücher leben.

Aber nicht jede/r Autor/in ist ein solches Ausnahmetalent. Jedes Jahr werden im deutschsprachigen Raum rund 90’000 Verlagstitel und 180’000 Selfpublishertitel veröffentlicht. Die ganz grosse Masse verkauft mit geschicktem Marketing ein paar Dutzend bis ein paar Hundert Bücher.

Ich denke, wer ausschliesslich mit der Absicht ans Schreiben herangeht, reich und berühmt zu werden, der wäre besser beraten, sich in seinem Job weiterzubilden und Karriere zu machen.

Das Schreiben ist vor allem Leidenschaft und persönliche Bereicherung. Wenn man dann noch reich und berühmt wird – nun gut, dazu würde ich nicht Nein sagen.

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Schlusswort

Du hast bestimmt gemerkt, dass diese Liste absolut keinen Anspruch auf Vollständigkeit, Wissenschaftlichkeit oder Verbindlichkeit erhebt. Es sind einfach Punkte, die mir beim Nachdenken über das Thema wichtig geworden sind.

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